Schlafmedizin

  • Schlafscreeninguntersuchung (Kardiorespiratorische Polygraphie)
    Hierbei handelt es sich um eine ambulant durchgeführte Untersuchung des Schlafs, bei der der Patient in der häuslichen Umgebung verbleibt und wichtige Parameter des Schlafs aufgezeichnet werden. Die Messung lässt sich von der Durchführung und der Belastung für den Patienten her am ehesten mit einem Langzeit-EKG vergleichen, wobei jedoch wesentlich mehr Parameter aufgezeichnet werden. Nach den Vorgaben der BUB-Richtlinien vom 11.11.2004 muss eine Polygrafie in der ambulanten Diagnostik den Atemfluss an Mund und Nase (Flowsensor), Schnarchgeräusche (Schnarchmikrophon), die Messung der Sauerstoffsättigung und der Herzfrequenz (Clip am Finger), die thorakalen und abdominellen Atembewegungen (thorakale und abdominelle Gurte mit Messdehnungsstreifen) und die Körperlage über einen Zeitraum von mindestens 6 Stunden erfassen. Die kontinuierlich erfassten Messwerte werden in einem kleinen Messgerät gesammelt und gespeichert, die Auswertung erfolgt am Computer.
    Die Polygrafie ist sehr gut geeignet, schlafbezogene Atmungsstörungen zu erfassen: Atemstillstände während des Schlafs lassen sich mit der Messung des Atemflusses an Mund und Nase gut erkennen. Allerdings kann mit der Polygrafie kein Ausschluss einer schlafbezogenen Atmungsstörung bzw. einer Schlafstörung überhaupt erfolgen, da eine Beurteilung der Schlaftiefe und der Schlafqualität wegen des Fehlens der zur Beurteilung des Schlafprozesses notwendigen EEG-Ableitungen nicht möglich ist. So kann im Einzelfall nicht einmal entschieden werden, ob die untersuchte Person überhaupt geschlafen oder lediglich 6 Stunden lang wach gelegen hat. Auch die Beurteilung motorischer Aktivitäten im Schlaf (beispielsweise periodische Beinbewegungen) kann wegen des Fehlens von EMG-Ableitungen nicht erfolgen. Dies bedeutet, dass alle nach Durchführung einer Polygrafie unklaren Situationen durch Polysomnografie im Schlaflabor geklärt werden müssen.
  • polysomnografische Untersuchung im Schlaflabor
    Die Polysomnographie (auch Polysomnografie, kurz PSG) ist ein diagnostisches Verfahren zur Messung physiologischer Funktionen und stellt die umfangreichste Untersuchung des Schlafes einer Person dar. Mit dieser Technik werden mehrere unterschiedliche Körperfunktionen kontinuierlich während der ganzen Nacht überwacht. In der Regel geschieht dieses stationär in einem Schlaflabor. Mit Hilfe der Aufzeichnungen kann ein individuelles Schlafprofil erstellt werden, womit eine Diagnose von Schlafstörungen ermöglicht werden soll. (Quelle Wikipedia)